Rezension Du stirbst in meinem Herzen nicht von Simone Veenstra





Autor: Simone Veenstra
Seiten: 256
Einband: laminierter Pappband 
Erschienen am: 05.03.2015
ISBN: 978-3-440-14480-0
Preis(D): 12,99€
Verlag: Kosmos








Klappentext:


Der Unfalltod ihres Vaters lässt der 18-jährigen Mara keine Ruhe. Was ist bei dem Busunglück vor einem Jahr wirklich passiert? In dem kleinen Dorf, in dem Mara noch nie heimisch war, wird sie mehr und mehr zur Außenseiterin. Nur ihre beste Freundin Sanna hält immer zu ihr. Bis der geheimnisvolle Jonah neu in die Klasse kommt. Mara fühlt sich zu ihm hingezogen. Doch auch Sanna verliebt sich in Jonah, weshalb Mara versucht, ihre eigenen Gefühle zu unterdrücken. Während Jonah Mara bei ihren Nachforschungen zum Tod ihres Vaters hilft, kommen sich die beiden langsam näher. Dabei stoßen sie auf Geheimnisse, die unter der scheinbar glücklichen Oberfläche der Dorfgemeinschaft lauern – und Mara selbst gerät mehr und mehr in Gefahr ...


Cover:


Ich finde das Cover wirklich gelungen. Mit dem Mädchen und der Landschaft im Hintergrund passt es super zum Ort des Geschehens. Besonders gut finde ich die verschwommene Darstellung des Cover, was meiner Meinung nach perfekt zu einem Thriller passt.

Inhalt:


Maras Vater ist plötzlich an einem Herzinfarkt verstorben. Doch sie glaubt das nicht. Vor allem, weil ihr Vater ein sportlicher Typ war, der immer auf sich geachtet hat. Aber keiner glaubt ihr. Außer Jonah, der erst kürzlich zugezogen ist. Zusammen arbeiten sie an ihrem Fall und sammeln Beweise. Und nie hätte sie mit den Erkenntnissen gerechnet, die sie während ihrer Recherche machen. Natürlich kommen sich die beiden näher und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Das Mara selbst langsam in Gefahr gerät nimmt sie vorerst nicht wahr.

Meine Meinung:


Das Buch ist in einem flüssigen, einfachen Stil geschrieben. Ab und zu verirren sich ein paar Worte hinein, die einem nicht bekannt sind, wenn man den Dialekt nicht kennt. Leider werden diese nicht erklärt. 
Hauptsächlich ist das Buch auf der Sicht von Mara in der Ich-Persepektive geschrieben. Einige kurze Kapitel werden aber auch aus der 3. Person von Jonah berichtet. Ich muss zugeben, dass mich dies am Anfang sehr verwirrt hat und ich wirklich etwas gebraucht habe, um mit diesem Stil klarzukommen. 

Mara ist die Hauptperson in diesem Buch. Sie ist schlau, schottet sich aber ab und versucht immer unsichtbar zu sein. Sie ist die Einzige, die nicht daran glaubt, dass der Tod ihres Vaters nur ein Unfall war.

Jonah ist neu zugezogen und ich finde ihn wirklich sympathisch. Nur er glaubt Mara und bietet seine Hilfe für die Ermittlungen an. 

Die Grundidee der Geschichte hat mir sehr gefallen. Ein möglicher Mord in einem Kuhkaff und keiner glaubt es, außer Mara.
Was sich dann noch alles entwickelt, hätte ich nicht gedacht. 
Die Geschehnisse sind soweit schlüssig und gut ausgearbeitet.
Die Beweise die Mara und Jonah erarbeiten sind mir manchmal etwas zu zufällig. Oft ist Mara zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hat somit einen super Ansatzpunkt. Da hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht. Allerdings muss ich auch einsehen, dass dies ein Jugendbuch ist und daher vielleicht gerade so gut ist, wie es ist.
Die Liebesgeschichte in diesem Buch hält sich eigentlich im Hintergrund. Das hat mich aber nicht sonderlich gestört, da ich ja wissen wolltet was es mit dem Unfall/Mord auf sich hat. 
Irgendwie waren mir manchmal die ganzen Charaktere, von denen auch einige miteinander verwandt sind, etwas zu viel. Ich musste richtig aufpassen, wer was mit wem hatte oder wen man mit wem in Verbindung bringen kann.
Das Ende des Buches hat mir gut gefallen. Ein Ende womit ich trotz der ganzen Rätselei nicht gerechnet hätte. Zwar war ich nicht immer einer Meinung mit Mara, aber die Auflösung hat mich doch weitestgehend überzeugen können.
Positiv ist auch die Spannung des Buches, die eigentlich kaum abreist. Ich habe es so weggelesen und mich dabei nicht gelangweilt.
Abschließend muss ich für mich aber feststellen, dass ich das Buch nicht als einen Thriller empfunden habe. Dafür war es mir nicht Tiefgründig genug und sogar etwas zu harmlos. Mir hat einfach die Dramatik gefehlt oder sie Szenen in denen einem ein Schauer über den Rücken läuft, weil man so mitfiebert oder Angst um den Protagonisten hat.
Ich weis, dass es ein Jugendbuch ist, aber ich habe mich leider weder gegruselt, noch ernsthaft Angst um einen der Hauptcharaktere gehabt.
Ich würde das Buch als einen Krimi einstufen und finde es auch für jüngere Leute lesbar. Laut Verlag ist es ab 14 Jahre angesetzt. Aufgrund der Schreibstils und der doch recht milden Geschichte, würde ich es aber auch jüngeren Lesern mit dem Interesse an Krimis empfehlen.

Fazit:


Ein schönes, spannendes Buch mit sinnvoller Auflösung. Für mich aber eher ein Krimi als ein Thriller. 


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